„Und was hast Du von Deinen Kindern heute bekommen?“ scherzt mein Opa und meint damit meine Hundebande.
„Liebe und gute Laune,“ lautet meine ganz selbstverständliche Antwort.

Wie sie das getan habt, erfahrt Ihr gleich.

Aber beschäftigen wir uns zuerst kurz mit dem Phänomen der „Hundemama“. Auf Facebook wird heute nicht nur herzchenüberlagert unseren Menschenmüttern zum Muttertag gratuliert, sondern unter all meinen Hundefreunden finden sich auch zahlreiche Glückwünsche für Vierbeinermamis.

Meine Familie weiß, dass ich meine „Hundekindies“ nicht mit Menschenkindern verwechsle und mir sehr bewusst ist, dass es sich hierbei um fellige Säuger einer anderen Gattung als der meinigen handelt.
Nun wird es aber oft herablassend belächelt, wenn Menschen sich Hunde als mutmaßlichen „Kinderersatz“ ins Haus holen. Das ist ein bisschen klischeehaft und vor allem unfreundlich, die Wurzeln für diesen Ausspruch entspringen aber durchaus einer gewissen Basis.

Erwiesenermaßen produziert der Körper einer Frau, die sich einen Welpen ins Haus holt, einen ähnlichen Hormoncocktail wie der einer werdenden Mutter. So wird sichergestellt, dass wir uns auch gut um diese schützenswerten kleinen Wesen (unser Körper unterscheidet scheinbar nicht großartig zwischen den nicht behaarten und den vollkörperbehaarten Babysäugern) kümmern und sie unbedingt beschützen möchten.

Wir haben Hunde außerdem über lange Jahre der Selektion so gezüchtet, dass sie gerne unsere Nähe suchen und (Ausnahmen und Ursprungshunde ausgenommen) bis zu einem gewissen Grad abhängig von uns sind und auch im Erwachsenenalter oft noch Merkmale des Kindchenschema aufweisen.

Nennen wir uns also ruhig „Hundemama“, wenn wir unseren felligen Mitbewohner lieben, beschützen, ernähren, umhegen und unsere Beziehung zu ihm pflegen. Wir müssen uns deswegen nicht schlecht fühlen oder argwöhnisch betrachten lassen. Der Unterschied zu einem Menschenkind ist uns sehr wohl bewusst – dieses hat nämlich die unangenehmen Eigenschaften unsere Wohnung umzudekorieren, sich Dinge in die Nase zu stecken, die dort nicht hingehören, in Dreckpfützen zu springen oder gar aufmerksamkeitsheischendes Verhalten an den Tag zu legen. 😉

Spaß beiseite.

Ich bin eine Hundemama aus Leidenschaft. Mein Vormittag war heute ganz fürchterlich und hat mich meiner guten Laune und jeglichen Optimismus’ beraubt.

Bis ich nach Hause gekommen bin und ein Hundebad genommen habe. Das bedeutet, dass ich mich auf den Teppich setze (weil Mateja dort mehr Standfestigkeit hat) und die Liebesbezeugungen meiner wundervollen felligen Begleiter entgegengenommen habe.

Ich habe Mateja hinter ihrem rechten Ohr gekratzt, weil sie ohne Bein dort nicht hinkommt, ich habe Furios Herz durch seine feine, dünne Haut schlagen gespürt, ich hatte feuchte Hundezungen im Ohr und auf der Nase und war sofort wieder glücklich. Ich habe mit meinen Hunden gespielt – Gesicht an Gesicht (Vorsicht, nicht nachmachen xD), habe mich zurückgelehnt und zugesehen, wie Furio Mateja „gelaust“ hat und sie sich wohlig brummend am Rücken hin und her geworfen hat. Oskar wirft sich in so ein Getümmel nicht hinein, er ist daneben gestanden und hat enthusiastisch mit seinem Stummelschwänzchen gewedelt.

Hundebaden mit Hundekindern tut einfach gut.

Und mit diesen Worten wünsche ich Euch einen wunderschönen Hundemuttertag.