Ein winterlich kalter Wind zieht durch Wien und veranlasst mich dazu, wieder mit Schal aus dem Haus zu gehen und meinen extrawarmen Mantel zumindest mal im Auge zu behalten.

Mit der kalten Jahreszeit gehen viele wundervolle Veränderungen vor sich. Alles wird leiser. Es treiben sich nicht mehr so viele Menschen mit ihren Hunden herum. Kinder verlegen ihr Spiel auf Indoor-Aktivitäten, alles wirkt leicht verlangsamt. Verlangsamt? Nun ja, wir befinden uns ja auch noch nicht im Vorweihnachtswahnsinn.

Dass die stressigsten Feiertage des Jahres sich nähern, behalten aber doch einige Menschen im Hinterkopf. Besonders diejenigen mit einem Hund, der sich vor der Silvesterknallerei fürchten.

 

So wurde ich unlängst gefragt:
„Hast Du ein paar Tipps oder Links für Silvester?“

Natürlich habe ich die.
Packt Eure Thundershirts, Körperbandagen, RelaxoDog’s aus und lasst die Finger von Medikamenten, die Eure Hunde ruhiger stellen sollen. Bucht den Aufenthalt auf einer einsamen Hütte – irgendwo, wo es keine Menschen gibt und haltet Euch von Großstädten fern. Dreht Radio oder Fernsehen auf und zieht die Jalousien zu. Und übt ein Entspannungssignal mit Eurem Hund ein, um ihn zu Silvester beruhigen zu können. Natürlich gehört zum vollen Programm auch eine anständige Geräusch-Desensibilisierung.

Aber denkt dabei bitte an einen ganz essenziellen Punkt: Fangt jetzt sofort damit an.

 

Wie – jetzt? Zwei Monate vor dem eigentlichen Event?

Ganz genau. Allerspätestens jetzt ist es an der Zeit Eure Hunde an unterstützende Zubehör wie das Thundershirt zu gewöhnen. Jetzt ist der Zeitpunkt dafür ein Entspannungssignal aufzubauen, Geräusch-CDs zu kaufen und eine langsame Annäherung an die bevorstehende Knallerei zu wagen. Auch die Suche nach einer einsamen Hütte dürfte sich aktuell bereits als etwas schwierig erweisen, da viele Menschen mit silvesterpanischen Hunden versuchen werden ein abgeschottetes Plätzchen für sich und ihren Vierbeiner zu finden.

Denkt jetzt gleich darüber nach, wie Ihr den Abend gestalten wollt, ob Ihr Eurem ängstlichen Hund tatsächlich Besuch und eine große Silvesterparty zumuten möchtet. Überlegt, in welchem Raum er sich um Mitternacht, oder schon den ganzen vorhergehenden Tag, am sichersten fühlen wird und zieht in Betracht, dass vielleicht nicht nur das Geräusch der Knallkörper, sondern auch der Geruch der verbrannten Inhaltsstoffe oder die starken Lichtreflexe der Raketen ein Auslöser dafür sein können, dass Euer Hund in seiner Panik gar nicht mehr weiß, wo er sich verstecken soll.

Seid Ihr unsicher, wie Ihr den Silvesterabend optimal für Euren Hund gestalten könnt, gibt es viel Literatur zu diesem Thema und die Hundetrainerin ums Eck hilft Euch gerne dabei, Euch und Euren Hund optimal auf den Jahreswechsel vorzubereiten. 😉

Bis bald und alles Liebe,

Simone, maud & lolo