„Zähne putzen ist wichtig,“ habe ich als Kind von meiner Mama immer gehört und war schon bald die Profizähneputzerin. Ich bin damit nachwievor so pedantisch, dass ich nicht einmal ins Bett gehen kann ohne mir vorher die Beißerchen poliert zu haben.

Dennoch habe ich Zahnpflege bei meinen Hunden lange hintangestellt. Unsere Hunde müssen in der heutigen Zeit so vieles können. Geduldig warten, an lockerer Leine an Allem vorbeigehen was ihnen in der Großstadt begegnet, zurückkommen, wenn sie gerufen werden und sich betatschen lassen sind hier nur alltägliche Erfordernisse. Dann sollen sie eventuell auch noch eine Reihe von Tricks vorzeigen können, über Hindernisse springen, nach Dingen suchen, die wir ihnen verstecken. Die Liste ist unendlich.

 

Wann soll da Zeit für Zahnpflege sein und warum sollte man seinem Hund überhaupt die Zähne putzen?

Die Zähne unserer Hunde beginnen mit etwa zwei bis drei Jahren einen leicht gelblichen Belag knapp unter dem Zahnfleisch zu bekommen – am besten beobachten kann man das bei den Fangzähnen. Später kommen immer mehr Verfärbungen in diesem und dann auch anderen Bereichen des Gebisses hinzu. Verantwortlich dafür sind viele Faktoren.

Nun wäre es an sich nicht schlimm, wenn es sich dabei tatsächlich nur um farbliche Veränderungen der Zähne handeln würde. Diese Ablagerungen sind aber Nährboden für Bakterien, bestehen aber aus Zahnstein und tragen in weiterer Folge auch zur Bildung von Karies bei. Viele (besonders ältere) Hunde laufen mit zahnsteinüberzogenen Zähnen durchs Leben, sie riechen unangenehm aus dem bakterienbevölkerten Maul und haben oft auch Schmerzen beim Fressen.

 

Der Gang zum Tierarzt wird irgendwann unvermeidlich.

Dort wird oft klar, dass nun nur noch eine Zahnsteinentfernung in Narkose und meistens auch gleich das Reißen mehrerer Zähne helfen können.

Wenn es soweit ist, sind die Hunde aber meist schon im Seniorenalter und deren gealterter Körper verträgt eine Narkose noch viel schlechter, als ein gesunder, junger Hund das tut.

All das ließe sich mit einer Vorsorge, wie ja auch wir Menschen sie mit unseren eigenen Zähnen betreiben, verhindern.

Es gibt auf dem Markt mittlerweile Zahnbürsten und Fingerlinge, Hundezahnpasten mit Geschmack, Ultraschallgeräte, die man selbst verwenden kann und vieles mehr.

Relevant ist eigentlich nur noch das wie?

Am besten gewöhnt man seinen Hund langsam daran, dass Zähneputzen ein entspanntes Ereignis ist. Hierzu eignet sich der Aufbau eines Kooperationssignales, bei dem der Hund lernen soll selbst zu zeigen, wann er mit der „Behandlung“ einverstanden ist oder, dass es ihm zuviel ist und er eine Pause braucht.

Wenn ich Euer Interesse daran geweckt habe, findet Ihr in meiner Facebook-Zähneputz-Gruppe eine Videoreihe dazu.